Ob tanzen, schwimmen oder einfach spazieren gehen…nicht nur der Körper, Muskeln und Gelenke lieben Bewegung, nein, auch das Gehirn mag es, wenn wir in Bewegung sind. Am Besten tut uns natürlich alles an Bewegung, was uns Spaß macht. Um das herauszufinden, ist es, ins Besondere bei Menschen deren innerer Schweinehund bisher die Oberhand behalten hat, gut erst einmal in kleinen Bewegungseinheiten zu beginnen. Jede Bewegung ist eine Bewegung und sei sie noch so klein. Bewusstes dynamisches Treppensteigen, schwungvolles Gehen zum nächsten Geschäft, um den Einkauf zu erledigen, ein kurzer Spaziergang im Wald oder im nahen Stadtpark können den Anfang bilden. Denn die Erfahrung zeigt, ist erst einmal ein Anfang gemacht, läuft es und das im wahrsten Wortsinn, häufig fast von selbst. Die Durchblutung, auch die Hirndurchblutung verbessert sich. Das bedeutet nicht nur Anti Aging für den Körper, sondern auch für das Gehirn. Depressionen soll dabei auch vorgebeugt werden, wenn wir uns regelmäßig (3-4 mal wöchentlich 30 Minuten wäre optimal) bewegen. Schön ist es natürlich, wenn wir dabei zusätzlich soziale Kontakte pflegen. Also einfach mal den Ehemann zum Tanztraining mitnehmen und Bewegung in Verbindung mit Musik ausprobieren. Ist es das, was den Schweinehund verdrängt oder walkst du in deiner Mittagspause mit deiner Kollegin durch den Stadtpark…? Probiere es aus und finde heraus, was die gefällt. Auch in folgenden Büchern / CD, findest du Kurzprogramme für die bewegte Pause…auf geht´s… du wirst sehr bald merken, wie gut dir kleine Bewegungspausen tun.

Eigentlich klingt die Überschrift wie der reinste Widerspruch…ist der Begriff „to go“ doch so etwas wie ein Synonym für unsere schnelllebige Zeit geworden. Noch eben den Cappuccino auf die Hand und dann im leichten Trab zur nächsten Station…das ist schick und trendy, zeigt Dynamik, Moderne…Zeitgeist eben. Ich finde diese Lebensart auch überhaupt nicht verwerflich. Im Gegenteil …nehme ich doch inzwischen selbst auch meinen Cappuccino mit ins Auto und genieße vor jeder roten Ampel einen Schluck für meine gute Laune. Erstaunlicher Weise hatte ich mich bei meiner USA Reise, (sie ist allerdings auch schon gute 10 Jahre her) noch echauffiert, dass die Amerikaner Ihre gesamten Futterpakete, inclusive eines Getränks, bei jeder Möglichkeit hervorkramen, bei der sie mit ihrem Auto zu stehen kommen. So ändern sich Zeiten und Gewohnheiten, so entstehen Zeitgeist und Trends. Um bei dieser Lebesgeschwindigkeit gesund zu bleiben, ist es gut und wichtig, immer wieder einmal zu einer Besinnlichkeit, Entspannung, Meditation oder eben zur Feldenrais Methode zu kommen. Eben in die Achtsamkeit, um damit die Bewusstheit und damit wiederum die Entspannung zur Regeneration des mentalen Zustandes zu entdecken. Diese Achtsamkeit bzw. Bewussteit (Awareness through Movement – Bewusstheit durch Bewegunng so hat Dr. Feldenkrais seine Methode genannt) hilft im Alltag dabei, uns besser kennenzulernen, herauszufinden, was uns wirklich gut tut und damit Gesundheit zu erlangen, besser gesagt, sie zu erhalten.


Und so einfach kann es sein:
Wenn du morgens dein Haus verlässt, vielleich auf dem Weg zu deinem Coffee to go :)) sei bewusst…nimm dir 3-5 Minuten…stell dich bewusst auf den Boden, spühre beide Füße, beide Fußsohlen, die Unterschenkel, Knie und Oberschenkel. Richte deinen Rücken bewusst auf, spüre Schultern, Arme und den Kopf. Nimm 2 bewusste Atemzüge und dann gehe los. Nimm wahr, welchen Fuß du als ersten vorsetzt. Wie rollt der Fuß ab? Dann setzt du den zweiten Fuß vor, wieder ganz bewusst usw. Nimm dein Gehen für 3-5 Minuten ganz bewusst wahr…sei bei dir, sei achtsam. Du kannst das in deinem Tempo praktizieren und musst dabei nicht in Zeitlupe agieren. Solche Achtsamkeitsübungen lassen sich ganz einfach in deinen Tag (in kurzen Zeitsequenzen) intergrieren. Ob du nun ganz bewusst deinen Tee trinkst, bewusst zu deinem Hany greifst, bewusst atmest oder die Treppe hinunter gehst…alles kann deine eigene Bewusstheit aktivieren und damit deiner Gesundheit und Entspannung auf den Weg helfen.
Probiere es aus…


Wie häufig während meiner Ausbildung zum systemischen Coach, fachsimpelte ich mit einer Kollegin, welche Werkzeuge, in der Fachsprache Tools genannt, wohl die geeigneten seien, um Klienten bei ihren Thematiken zu unterstützen, bzw.sie so zu unterstützen, dass sie einen Lösungsansatz für die Problematik finden. Die Kollegin erzählte mir, dass sie sich in letzter Zeit viel mit dem „inneren Kind“ beschäftige und sie damit erstaunliche Erkenntnisse bei sich erlangt hätte. Themen zwischen ihrem Partner und ihr, die immer wieder aufploppten, hätte sie damit entschärft, dass sich beide mit ihrem inneren Kind beschäftigten. Ich dachte damals nur: „Och nöööö…nicht schon wieder was Neues…ich habe doch wahrhaftig genug gelernt…was soll ich nun auch noch mit dem inneren Kind…?“ Aber wie das Leben so spielt…der Begriff „inneres Kind“ tauchte immer wieder mal auf… aber ich blieb wehrhaft…muss ich doch nicht alles mitmachen, was gerade trendy ist. Meine Wehrhaftigkeit hielt sehr lange, so lange, bis mir jetzt eine Freundin, die aus einem ganz anderen beruflichen Bereich kommt, ein Buch empfahl und nicht nur das, sie klemmte mir das geschriebene Werk, bei unserem letzten Treffen auch gleich unter den Arm, mit den Worten: „Lies das mal!“ Diesem unwiderstehlichen direkten Charme konnte ich mich nun nicht mehr wiedersetzen und ich begann, gemeinsam mit meinem Mann das Buch zu lesen…
Das Ergebnis heißt: Wenn jeder Mensch dieses Buch einmal lesen würde, hätte, so glaube ich, die Menschheit einige Probleme weniger. Viele Streits, Meinungsverschiedenheiten, verletzte Gefühle, Frust, Machtkämpfe oder Ehe Themen, könnten wir geschmeidiger auflösen und verstehen, wenn wir uns mit dem verletzten Kind in uns beschäftigen würden und dadurch verstehen könnten, warum wir uns beleidigt oder vom anderen nicht gesehen fühlen. Welche Defizite wir fühlen und wie wir sie selbst ausgleichen, ohne einen Vorwurf an unser Gegenüber zu richten, sind Möglichkeiten, die wir haben, wenn wir unser inneres Kind beachten. Die Psychologin Stefanie Stahl beschreibt in ihrem Buch, mit dem oben genannten Titel, -Das Kind in dir muss Heimat finden-, anschaulich und an Fallbeispielen erläutert, wie du dein „Sonnenkind“ stärkst und dein „Schattenkind“ verstehen lernst. Ein tolles Werk für die „Lösung fast aller Probleme“!!

Xocolatl, einst das heilige Getränk der Mayas, Ikas und Atzteken, ist, gerade im Winter, auch mein „gute-Laune-Getränk“! Zwei bis drei Mal pro Woche kehre ich in der Konditorei ein und gönne mir ein Tasse heiße Schokolade mit Sahne…das streichelt meine Seele… dabei bevorzuge auch ich die dunkle Variante, die Bitterschokolade, wie einst die Inkas. Bei ihnen galt sie als kostbar und kräftigend und war Königen oder Kriegern vorbehalten. Zuggeben, so bitter und streng, wie die Schokolade im alten Mexiko zu sich genommen wurde, trinke ich sie nicht. Mein Kakao ist lecker süss und mit Sahne und wenn er aus der Konditorei kommt auch ohne die Gewürze oder Chilli, wie die Inkas ihn wohl zubereitet haben und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen, versetzt er mich Schluck für Schluck in ein kleines Glücksgefühl und die Wetter bedingte Dunkelheit, verliert ihre trübe Wirkung. Liest man die neueren Erkenntnisse über die Inhaltstoffe von ungesüßtem dunklen Kakaopulver, kommt das gar nicht schlecht dabei weg…von Theobromin, dem Koffein ähnlich…ist da die Rede…es soll leicht anregend, wie auch stimmungsaufhellend sein. Außerdem und unter anderem sind Antioxidantien darin zu finden…die Schokolade ist also weit besser als ihr ursprünglicher Ruf!! Ein guter Grund, mir morgen mal wieder ein Tässchen zu leisten…

Vielleicht mache ich sie nach folgendem Rezept:

(für 2 Personen/ 2Tassen) 50 Gramm Zartbitter Schokolade, 250 Liter Milch (oder Mandelmilch) etwas Vanillie, wenig Cayennpfeffer

Die Milch erhitzen, danach die Schokoladenstücken, sowie die Gewürze dazugeben und so lange rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist…in Tassen füllen und genießen…!

Wer meint, Niedersachsen sei provinziell, der irrt … im großen deutschen Flächenland gedeiht manches beachtliche Projekt, bzw. Highlight. Eines dieser Highlights ist in jedem Fall die Autostadt in Wolfsburg. In einem circa 28 Hektar großen Gelände dreht sich, so sollte man meinen, alles um Autos… Natürlich ist das Auto hier der Mittelpunkt, das sagt bereits der Name. Aber, die Autostadt bietet weit mehr als die vielen Themen rund um‘s Mobile… Je nach Jahreszeit sind Open Air Veranstaltungen die Attraktion. Jetzt zum Beispiel zeigt sich zauberhafte Winterlandschaft mit Schnee- und Eisflächen zum rodeln oder Schlittschuh laufen. Weitere Programme für Zuschauer finden sich auf dem Plan. Ausgesprochen freundliches Personal steht den Besuchern bei Fragen und Wünschen zur Seite. Unterschiedliche Restaurants, teilweise mit Bioprodukten und Blick auf großartig gestaltete Wasserflächen, laden zum genießen ein. Auch für Kinder gibt es Aktionen rund ums Auto fahren. In der Zeit von April bis Oktober können die Fünf- bis Zwölfjährigen Racker, zum Beispiel mit elektronisch betriebenen Mini Porsche, ihren Kinderführerschein machen. Interaktive Ausstellungen bringen dem Besucher die Automobilität näher. In einer wunderbar gestalteten Lagunenlandschaft am Mittellandkanal, und zentral neben dem Wolfsburger Outlet Center, sowie Hauptbahnhof gelegen, bietet die Autostadt eine faszinierende und besondere Welt. Eine gelungene Mischung zwischen Natur, Ruhe und Weitläufigkeit, wie großstädtischer Moderne. Dass man sein neu erworbenes Auto hier dierekt aus einem der Glastürme abholen kann, gerät da fast schon zur Nebensache. Ich bin rundum begeistert und mindesten einmal im Jahr, nämlich beim internationalen Tanzspektakel MOVIMENTOS (meist wesentlich öfter) Gast der Autostadt.

Willst du mehr wissen… informiere dich unter: www.autostadt.de


Seit das Power Yoga aus den USA nach Europa und insbesondere nach Deutschland übergeschwappt ist, hat diese Bewegungsform aus Indien einen regelrechten Boom erfahren. Das Klischee der kapriziösen Teesocken, die mit Schlabberhosen und Holzperlenketten (Malas), Räucherstäbchen haltend durch die Gegend schlappen ist vorbei. Die heutige Generation der Yoga Lehrer/innen sowie die Teilnehmenden ist bodenständig, qualifiziert ausgebildet, erfolgreich in ihrem Beruf und trägt statt Schlabberhosen, figurbetonte schicke Outfits…also Normalos könnte man sagen… Obwohl weder ist das Eine noch das Andere mit dem Kern oder mit der Philosophie des Yoga zu tun hat, sondern überwiegend Klischee ist,  zeigt es aber, dass diese Bewegungslehre nicht mehr auf selbst kreierte Außenseiter beschränkt ist, wie das noch in den 1970er Jahren der Fall war, sondern die Vorzüge dieser ganzheitlichen Form von Bewegung, Atmung und Sein, sich in der Gesellschaft  durchgesetzt hat. Bewegung für Muskulatur, Faszien und Gelenke, bewusste Atmung für die Beruhigung des Geistes, sowie Meditation und Entspannung zur Regeneration des gesamten Organismus, dieses und noch mehr machen das Besondere am Yoga aus. Wer sich damit beschäftigt, entdeckt mehr und mehr von der Wirkung auf den gesamten Körper, wie auch die Wirkung auf den Geist. Und wer sich einmal ausprobieren möchte mit einer besonderen Form des Urlaubs, einer außergewöhnlichen  Form des Rückzugs, dem sei ein Yoga-Retreat ans Herz gelegt. Unterschiedliche, teils exotisch klingende Konzepte und Reiseziele für das Einssein von Körper Geist und Seele gibt es. Hier stelle ich einige Adressen in Kurzbeschreibung vor:  
besonders Exotisch klingt das…Sahara Yoga in Marokko…in einem Wüstencamp mit Solarstrom wird vegetarisch gekocht. In der traumhaften Wüstenlandschaft sollen die Yogis zur Ruhe kommen und die Körperregeneration angeregt werden.
www.sahara-yoga.de
Da kommt das Angebot, aus Tirol vergleichsweise bodenständig daher…das Hotel Leutasch bietet Tibetisches Heilyoga, sowie Wanderungen zu Kraftplätzen im Leutaschtal oder Yoga zum Erwachen, das wird noch vor dem Frühstück praktiziert.
www.hotel-leutasch.com; info@aufatmen.at 
Auch in der Türkei kann man sich auf die Suche nach sich selbst machen…hier mit Iyengar- oder Kundalini-Yoga. Südwestlich von Antalya liegt das Yoga Retreat Olympos Mitos mitten in den bewaldeten Hügeln eines Naturschutzgebietes. 
Olympos Mitos Retreat Center; www.olympusmitos.com  
Aber auch in Italien kannst du Rückzug finden: Locanda Della Quercia Calante;  www.querciacalante.com 
Auf geht´s…

Warum sind die Skandinavier so freundlich?

Ist es wirklich so, oder erscheint es nur mir so:…die Deutschen sind miesepetrig, genervt dauernd gehetzt und unfreundlich…? Bis lang sind das die Erfahrungen, die ich in meinem Heimatland mache. Besonders in meiner direkten Heimat, dem nordöstlichen Teil Niedersachsens versammeln sich diese Bedenkenträger, Pessisten und Querköppe…nirgens bei meinen Aufenthalten im Ausland, sind mir flächendeckend so viele übellaunige, schmallippige und stakkato sprechende Menschen begegnet, wie in Deutschland. Bei Diskusionen mit Freunden und Bekannten kamen wir, nach unterschiedlichsten Überlegungen und Vermutungen darauf, dass es unter Umständen an mangelndem Sonnenlicht und dem damit einhergehenden Vitamin D Mangel, bzw. der mangelnden Bildung des Glückshormons Serotonin in Verbindung stehen könnte. Denn in Sonnenländern, Italien, (Süd-) Frankreich, Spanien, Griechenland, usw….ist die Laune der Menschen viel besser, der Umgang weit entspannter als bei uns, im (bislang) regnerischen Deutschland. Mir leuchtete es sofort ein und in der Tat, dieser Sommer war so schön  sonnig, also wohl Vitamin D reich und tendenziell war (gefühlt) auch die Laune der Menschen besser. Also ein Beweis…? Ist deutsche Freundlichkeit also nicht praktikabel, weil das Wetter eben in der Regel einfach nicht die Voraussetzungen bietet??? 
So einfach kommen wir leider nicht davon, denn wie sieht es bei unseren nordischen Nachbarn aus? Statistisch ganz anders, obwohl klimatisch doch ganz ähnlich…Die Finnen, Norweger, Schweden und Dänen sind statistisch die zufriedensten Völker, sind hilfsbereit, freundlich…und etwa 75 % der Norweger geben (laut einer Umfrage) an, ihren Mitmenschen zu vertrauen. Na so was… Natürlich sorgt auch ein ausgewogener Sozialstaat dafür, dass die Menschen sich weniger Sorgen machen müssen, die soziale Schere zwischen arm und reich nicht so ausgeprägt ist…In Schweden ist der Begriff Lagom angesagt, es bedeutet ungefähr so viel wie: Balance im Leben, emotionales Wohlbefinden. In Dänemark gibt es den Begriff Hygge: der trendy für ein ausgewogenes, gemütliches Wohlbefinden steht… Vielleicht hilft es uns Deutschen, uns ein Beispiel an den Völkern um uns herum zu nehmen und damit der schlechten Laune, dem Streben und Hetzen nach der ersten Parklücke, der schnellsten Schlange im Supermarkt oder am Postschalter, dem Drängeln an der billigsten Tankstelle, den Garaus zu machen…einfach glücklich mit sich und seinen Mitmenschen das Leben in einem der reichsten Läder der Welt MIT EINEM LÄCHELN  zu genießen…Viel Spaß dabei!

Unser Körper ist ja ein Wunderwerk!  Es beginnt mit dem Wunder, dass aus der Verbindung von einer Ei- sowie einer Samenzelle, in der Zeit von etwas mehr als 9 Monaten, ein kompletter Mensch entsteht. Wenn der komplette Mensch dann das Licht der Welt erblickt hat, darf er sich (in den allermeisten Fällen) über einen tollen Organismus freuen, der punktgenau funktioniert. Und falls es mal eine Verletzung oder einen Erreger gibt, der dieses System ein wenig durcheinander bringt, gibt es auch komplexe Reparatur- und Regenerationssysteme, die das Ganze wieder in Schuss bringen…besten Dank, liebe Biologie! Trotz dieses wunderbaren Geschenks der Natur, sind wir Menschen ja doch auch mal unzufrieden oder bekommen schlechte Laune, haben mit November-Blues zu tun oder…oder…oder… Wer mag denn auch lebenslang darüber jubeln, dass er einen tollen gesunden Körper hat…
Schon seit längerer Zeit weiß man, dass  Körperhaltung und mentale Befindlichkeit im Zusammenhang stehen. Hängende Mundwinkel, nach vorn gezogene Schultern, runder Rücken, sind kein Symbol für Glück und Stärke, sondern verstärken sogar Übellaunigkeit und Stress. Krampfhaft hochgezogenen Schultern können zum einen Kopf- oder Rückenschmerzen auslösen, und machen zum anderen auch nicht wirklich gute Laune…im Gegenteil, eine solche Körperhaltung vermittelt dem Körpersystem Stress. Kaum zu glauben, weil es im Grunde ja so einfach ist.
Oft fragen mich meine Seminarteilnehmer nach Kurzprogrammen, quasi nach der schnellen Hilfe für zwischendurch, um Stress, wie auch den damit verbundenen Verspannungen zu Leibe zu rücken. Und auch hierbei besticht die Einfachheit der kurzen, circa ein minütige Hilfe… fast wie von selbst, sorgt ein bewusst ausgeführter aufrechter Stand für Stressabbau bzw. für den Erhalt von guter Laune…das Power Posing….und so wird´s gemacht…
Stell dich dafür aufrecht auf den Boden. Der Rücken ist lang, die Füße stehen fest auf dem Boden. Stütze beide Hände in die Taille, die Ellenbogen zeigen zur Seite. Hebe einmal kurz die Schultern in Richtung Ohren und senke sie dann bewusst wieder ab (lass sie unten). Bleibe in dieser „Macher-  / Siegerpose“, hebe deinen Kopf selbstbewusst und bleibe für 5-7 gleichmäßige Atemzüge in dieser Kraft Pose. Danach lass Arme und Schultern locker, forme den Mund zu einem sanften Lächeln und fahre fort mit deinem Tagesgeschehen.  Du kannst diese Pose zwei bis drei mal am Tag wiederholen. Nimm dir für dein Posing einen festen Termin. Ritualisiertes Üben hat eine stärkere Wirkung.
Standpositionen aus dem Yoga wirken ebenso stabilisierend!

Meine Großmutter pflegte häufig zu sagen: „Man wird so alt wie eine Kuh und lernt doch jeden Tag dazu.“ Als Kind fand ich diesen Satz ganz schrecklich…meine liebe, ehrwürdige, großzügige, elegante Oma und dann der Vergleich mit einer Kuh…
Ich bin ein Kind vom Dorf, ich kenne diese Tiere, die dauerhaft schmatzend und kauend auf der Weide stehen und mit ihrem schwarz weißen Fell und großen Augen phlegmatisch in die Welt schauen. Mit diesen Vierbeinern hatte meine Oma rein gar nichts zu tun. Auch sonst hat sie kaum eine Möglichkeit ausgelassen, auf ihr Alter hinzuweisen…und zwar stets in negativer Weise. Warum wertete diese tolle Frau sich so ab? Das konnte ich ganz und gar nicht verstehen. Inzwischen, ein paar Jahrzehnte später kommen die ersten meiner Freundinnen und Bekannten mit ähnlich verzagten, abwertenden Sätzen um die Ecke. Einer von ihnen, immer wieder gern genommen: „Wenn man älter wird, nehmen einen die Leute gar nicht mehr wahr…man wird praktisch transparent.“ Häääähhh….nein, das wird man nicht automatisch und das ist keine Sache, die das Alter für uns garantiert bereit hält. Sondern wir machen uns selber klein und werten uns ab….warum??? Statt dessen sollten wir uns freuen, dass wir älter werden!! Das ist dein persönliches Geschenk!! Genieße und zelebrierte es…schau nach dem, was du alles kannst, was du erreicht hast, nicht nach dem, was vielleicht der Biologie folgend etwas weniger wird. Und kümmere dich nicht um solche albernen Vorgaben wie: „IN WÜRDE ALT WERDEN.“ Was soll das sein…? Verzichte nicht auf das, was DEINS ist! Trau dich extravagant und besonders zu sein, mitzumachen, mit zuspielen, bis ins hohe Alter…nimm dir ein Beispiel an IRIS APFEL! Sie ist im Alter von 97 Jahren noch immer eine Mode-Ikone und nimmt öffentliche Auftritte wahr. Nicht ihre besondere Schönheit zeichnet sie aus, sondern vielmehr ihre Lust am Leben teilzuhaben und nicht jeden Tag daran zu denken, was man im Alter nicht mehr darf… Für viele junge Frauen ist sie Vorbild …ich ziehe (gedanklich) meine Hut und erkläre Iris Apfel zu meinem ganz persönlichen Vorbild und wünsche mir mehr „IRIS“ für uns alle!!!

iris Apfel 2